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Sind Katzen generell Einzelgänger??? - Nein!!!
Viele Katzen sind keineswegs Einzelgänger, sondern leben gerne mit Artgenossen zusammen.
Es finden sich oft Partnerschaften, für ein ganzes Katzenleben.
Der wertvolle soziale Kontakt zu einem Artgenossen wurde lange Zeit unterschätzt und Katzen grundsätzlich als Einzelgänger abgestempelt. Ein großer Irrtum, wie Verhaltensforscher nachwiesen und wie tausende von Katzenhaltern immer wieder bestätigen.
Auch unsere Erfahrung ist, dass Katzen in den meisten Fällen das Zusammenleben mit einem samtpfotigen Partner schätzen und brauchen.
Natürlich gibt es auch Ausnahmen. Katzen, die sich durchaus als Einzeltier wohl fühlen. Sie beziehen sich total auf ihren Menschen und reagieren eher eifersüchtig, wenn zu einer solchen gewachsenen, harmonischen Beziehung eine weitere Katze kommt. Man findet eine solche Situation z.B. dann, wenn Herrchen/Frauchen sehr viel zu Hause sind und sich besonders intensiv dem Tier widmen können. Dann kann dies für manche Katzen durchaus eine erfüllende Beziehung sein.
In aller Regel jedoch mögen Katzen einen passenden Artgenossen sehr und schätzen den Sozialkontakt, das Spielen, das Kuscheln, das gegenseitige Putzen – kurz alles, was zum Katzenleben gehört – besonders dann, wenn die Zweibeiner nicht zuhause sind.
Katzen, die über lange Zeiträume sich selbst überlassen sind (Vollzeit-Berufstätige z.B.), als Einzelkatze, leiden unter Einsamkeit und fehlender Ansprache. Solche Tiere sind absolut unterfordert, verkümmern seelisch. Sie können schlicht und ergreifend kein erfülltes Katzenleben führen, weil sie keine ausreichende Beschäftigung und Ansprache haben.
Der erstaunte Besitzer stellt bei solchen Tiere dann „Marotten“ fest und wundert sich über seine „zu wilde“ Katze. Letztlich können solche Verhaltensweisen (Zerstören der Einrichtung, Aggressivität, Unsauberkeit) nichts anderes als ein Hilferuf sein. Der Hilferuf einer vernachlässigten Katzenseele, die permanent unterfordert und traurig ist. Sorry, aber in solchen Fällen macht nicht die Katze etwas falsch, sondern der Besitzer….
Verständlich wird dies, schaut man sich den von Verhaltensforschern beobachteten Tagesablauf einer Katze an:
Etwa 9 Stunden Schlafphase, weitere 5 Stunden dösen (wobei Katzen beim Dösen durchaus Vieles aufnehmen, was um sie herum vor geht). Fast 4 Stunden putzt sich das reinlichste Haustier, etwa 2 Stunden flanieren durchs Zuhause und rund 4 Stunden sind für Spielzeit angesagt.
Notfalls halt ganz allein, wenn es sein muss, aber natürlich viel lieber mit ihrem Menschen oder einem Artgenossen!
Katzen spielen herrlich glücklich miteinander. Danach geht jede erst mal wieder ihrer Wege oder es wird ein behagliches Nickerchen zusammen eingelegt.
Ein Leben ohne Langeweile!
Ein schönes Gefühl für den Menschen, dies zu wissen, wenn er nicht da sein kann.
Großer Spaß, wenn er dabei zuschaut oder mitmacht.
Mensch und Tier – gemeinsam glücklich!
Zwei Katzen ok, gerne – brauche ich dazu den doppelten Wohnraum?
Aber nein!
Wo genug Platz für eine Katze ist, ist meistens auch Platz für zwei.
Wann soll meine Katze Nr. 2 kommen?
Am besten gleich. Optimal sind zwei Kätzchen aus dem gleichen Wurf.
Zwei Kater, zwei Katzen - oder lieber ein Pärchen?
Im Allgemeinen hat es sich bewährt, Katze und Kater zu kombinieren. (hierbei ist besonders ans rechtzeitige Kastrieren zu denken, wir beraten Sie gerne). Allerdings gibt es durchaus auch wunderbar funktionierende Partnerschaften mit zwei Kätzinnen oder zwei Katern, die als Kastraten ein tolles Katzenleben lang zusammen happy sind.
Eine Katze ist schon da, wie verträgt sie sich mit der Zweiten?
Ist die zweite Katze noch ganz jung, respektiert sie die angestammten Vorrechte der Älteren, passt sich an. Wichtig ist, sich möglichst nicht einzumischen, sondern den Tieren die Zeit und den Freiraum zu gewähren, sich kennen zu lernen. Dass der Neuankömmling erst einmal kräftig angefaucht wird, ist völlig normal und ok. Selten wird die Zweitkatze sofort mit offenen Pfoten empfangen werden!
Aufgabe des Menschen ist es nun, möglichst ruhig zu bleiben.
Auf keinen Fall das „arme kleine neue Kätzchen“ hochnehmen, bedauernd beschützen wollen oder gar mit der Stammkatze schimpfen! Dies wäre ein fataler Fehler!!! Stichwort: Eifersucht! Vielmehr mit beiden ruhig sprechen und ganz besonders der Stammkatze Aufmerksamkeit schenken, sie streicheln und mit ihr schmusen. Auch das Kleine natürlich liebevoll ansprechen, aber in erster Linie den beiden schlicht den Freiraum und die Zeit geben, sich anzunähern auf Katzenart.
Dies dauert seine Zeit. Berufstätige sollten dafür am besten ein paar Tage Urlaub nehmen. Zeit, die sich auszahlt durch eine lange Freundschaft zwischen Katzen und Menschen.
Eine kleine Hilfe: Duft verbindet. Das gilt auch für Katzen. Den vertrauten „Hausgeruch“ bekommt der Neuling, wenn man ihm z.B. einen vielgetragenen Pullover auf seinen Schlafplatz legt oder sein Fell damit behutsam abreibt. So wird der Familiengeruch auf das neue Familienmitglied übertragen.
Sie können auch bereits für den Transport ins neue Zuhause den Katzentransportkorb mit einer entsprechenden Einlage mit Familiengeruch bestücken, so dass das Kleine bereits den für ihre vorhandene Katze vertrauten Geruch an sich aufnimmt.
Die Zeit spielt bei der Eingewöhnung für Sie und auch die Neugier von Katzen….
In der Eingewöhnungszeit ist es wichtig, viel mit beiden Katzen zu spielen.
Abwechselnd mit einer anfangen und dann die zweite nach und nach mit einbeziehen.
Spielen schafft Vertrauen und entspannt.
Unser Fazit aus vielen Jahren Hobbyzucht und den Erfahrungsberichten glücklicher Katzenhalter:
Zwei Katzen machen es einem doppelt leicht! Denn zwei Katzen machen kaum mehr Arbeit, aber der Mensch ist beruhigt und weiß: Die beiden langweilen sich nicht, sie führen auch in meiner Abwesenheit ein erfülltes Katzenleben!
Eine Katze ist gut für den Menschen.
Zwei Katzen jedoch sind besser für die Katze und für den Menschen.
Zwei Katzen = doppeltes Glück.
Wie bereits zu Beginn angeschnitten soll auf keinen Fall Katzenhaltern, die seit Jahren mit einer Einzelkatze harmonisch und glücklich zusammenleben das Gefühl vermittelt werden, sie hätten etwas falsch gemacht und die Katze habe es nicht gut. Es gibt durchaus auch Katzen, denen ihr Mensch genügt, auch das kommt vor, denn es gibt keine Schablonen, die man Lebewesen allumfassend überstülpen kann.
Wenn beispielsweise Senioren ihren Lebensabend mit seiner Katze verbringen, viel Zeit zum Schmusen haben und das Tier sich augenscheinlich glücklich und zufrieden zeigt, dann sollte man es auch so belassen. Es gibt also immer Ausnahmen von der Regel, keine Frage!
Fakt jedoch ist ebenfalls, dass das Vorurteil vom „Einzelgänger Katze“ absolut nicht stimmt, ganz im Gegenteil.
Fragen? Wir sind gerne für Sie da!
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